Affiliate Marketing
Im deutschen Sprachraum nach wie vor eher unbekannt ist der Terminus Affiliate Marketing. Er geht auf das englische Verb “to affiliate” zurück was übersetzt “angliedern” heißt. Auf den Punkt gebracht bezeichnet der Begriff internetbasierte Vertriebslösungen, bei welchen ein in aller Regel kommerzieller Anbieter mit einer Vielzahl an Vertriebspartnern zusammenarbeitet und diese erfolgsorientiert durch eine Provision vergütet. Zur Generierung von Umsätzen erhält der Affiliate vom Unternehmen (“Merchant”) Werbemittel zur Verfügung gestellt welche er meist auf seiner eigenen, im Idealfall themenaffinen Homepage einbindet. Neben der direkten Einbindung auf eigenen Webseiten bestehen aber noch zahlreiche Varianten an einem derartigen Partnerprogramm zu partizipieren. Stellvertrend genannt sei reines E-Mail-Marketing oder auch Keyword-Advertising ohne eigene Landingpage (falls Ihnen einige Begriffe nicht geläufig sein sollten nutzen Sie bitte unser umfangreiches Glossar).
Wer in der Materie vollkommen neu ist stellt meist als allererstes die Frage wie eine derartige Vermittlung technisch nachvollzogen werden kann und ob man damit wirklich etwas verdienen können. Zur ersten Fragestellung ist anzuführen, dass es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt zu überprüfen welcher Umsatz welchem Affiliate zu verdanken ist. Zunächst sollte sich der Leser vergegenwärtigen dass die entscheidende Eigenheit des Internet der Hyperlink ist. Durch das Anklicken eines derartigen Links springen Besucher, aber auch Suchmaschinenroboter von einer Seite zur anderen, erst hierdurch entsteht ein riesiges Netz an allen Teilnehmern zugänglichen Dokumenten (Webseiten). Im Affiliate Marketing werden nun speziell formatierte Links verwendet, welche jeden einzelnen Partnerprogramm-Teilnehmer einzigartig und identifizierbar machen. Etwas vereinfacht dargestellt weiß der Merchant (ein funktionierendes System natürlich vorausgesetzt!) in jedem Falle welcher Link angeklickt wurde und damit auch wem der Besucher zu verdanken ist. Neben dem eindeutigen Link in seiner Grundform existieren zahlreiche Erweiterungen von der Integration spezieller Anbieterelemente in die eigene Webseite (Paradebeispiel Kreditantrag) bis zur kompletten Einbindung des Produktangebots eines bestimmten Unternehmens (Paradebeispiel Online Shopping).
Die zweite für die allermeisten Interessierten ganz entscheidende Frage nach den Möglichkeiten des Verdienstes lässt sich so allgemein natürlich nicht beantworten. Ähnlich wie viele an der Börse ihr Glück versuchen oder im Spielcasino gibt es auch im Affiliate-Business sehr viele Einsteiger,die mal eben “so sehen wollen was geht”. Im Gegensatz zu Börse und Casino ist das Risiko aber begrenzt, ein Internetbusiness ist mit relativ geringen Kosten verbunden, der Haupteinsatzfaktor ist Ihre persönliche Zeit. Abhängig von Zeiteinsatz, Geschick und vielleicht auch ein bißchen Glück ist weit mehr als “nur” ein Nebenverdienst möglich, ein fünftstelliges Monatsgehalt liegt ohne Zweifel im Bereich des Machbaren. Dennoch erreichen dieses Ziel maximal 1 Prozent all jener die versuchen mit einem Parterprogramm Geld zu verdienen. Entweder fehlt es dann am grundlegenden Gespür für die Thematik, an mangelndem Fleiß und Einsatz oder auch an fehlender Planung und Organisation (dieser Punkt ist ganz wichtig!). Und wenn es nicht läuft kommt bekanntermaßen auch noch Pech dazu…
Was die konkrete Form der Provisionierung anbetrifft gibt es eine Vielzahl an Varianten. Teilweise bezahlen Merchants für den reinen Klick auf das Werbemittel (“Pay per Click”), teilweise für die Generierung von Adressen und Kontakten (“Pay per Lead”) und am häufigsten für den tatsächlichen Verkauf (“Pay per Sale”). Von den drei genannten Haupt-Provisionsmodellen existieren zahlreiche Kombinationen und Varianten.
Der Vorteil eines derartigen Marketing-Modells auf Seiten des Partnerprogrammbetreibers ist – in Abhängigkeit von der gewählten Art der Vergütung – die relativ risikolose Akquisition von Kunden und Generierung von Umsatz, da in aller Regel nur bei tatsächlichem Umsatz oder messbarem Erfolg eine Vergütung für den Partner fällig wird. Dieser trägt insofern ein höheres Geschäftsrisiko wenn er einen Werbeplatz auf seiner Homepage anbietet oder in einer anderen Form für den Merchant aktiv wird, jedoch hält sich dieses Risiko in den allermeisten Fällen in überschaubaren Grenzen.



